Micron Document
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<title>CBBS</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">CBBS</span></h1>
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</div>
<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr">
<p>Das <b><span lang="en">CBBS</span></b> (<span lang="en">Computerized Bulletin Board System</span>; <a href="Englische_Sprache" title="Englische Sprache">englisch</a> für <i>rechnergestütztes <a href="Schwarzes_Brett" title="Schwarzes Brett">Schwarzes-Brett</a>-System</i>) war ein <a href="Computerprogramm" title="Computerprogramm">Computerprogramm</a> von Ward Christensen, das ihm und anderen Computerbastlern erlaubte, digitale Textnachrichten füreinander auf einem über <a href="Telefon" title="Telefon">Telefon</a> und <a href="Modem" title="Modem">Modem</a> erreichbaren Computer zu hinterlassen und zu lesen.<sup id="cite_ref-CBBS_1-0" class="reference"><a href="#cite_note-CBBS-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die damit von Ward Christensen (1945–2024) und Randy Suess (1945–2019) seit 1978 betriebene <i>CBBS/Chicago</i> gilt neben dem <a href="Community_Memory" title="Community Memory">Community Memory</a> als eine der ersten <a href="Mailbox_(Computer)" title="Mailbox (Computer)">Mailboxen</a> der Welt. Sie bildeten einen Grundstein einer <a href="Subkultur" title="Subkultur">Subkultur</a> von <a href="DF%C3%9C" class="mw-redirect" title="DFÜ">DFÜ</a>-Bastlern, <a href="Hacker" title="Hacker">Hackern</a> und <a href="Computerclub" title="Computerclub">Computerclubs</a>, die weltweit vielfältige Kommunikationsplattformen und elektronische Treffpunkte schufen.
</p><p>Bis Mitte der 1990er Jahre bildeten sich aus der Mailbox-Szene die Vorläufer für freie <a href="Internet" title="Internet">Internet</a>-Dienste im nicht-akademischen Bereich (u.&nbsp;a. <a href="FidoNet" title="FidoNet">FidoNet</a>, <a href="UUCP" class="mw-redirect" title="UUCP">UUCP</a>-Netze, <a href="Individual_Network" title="Individual Network">Individual Network</a>), bevor kommerzielle <a href="Internetdienstanbieter" title="Internetdienstanbieter">ISPs</a> <a href="Call-by-Call#Call-by-Call-Internetzugang,_Internet-by-Call" title="Call-by-Call">Dialup</a>-Internet und später <a href="Digital_Subscriber_Line" title="Digital Subscriber Line">DSL</a> einem Massenpublikum anbieten konnten.
</p>

<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Geschichte">Geschichte</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="XMODEM_als_Grundlage">XMODEM als Grundlage</h3></div>
<p>Ward Christensen und Randy Suess hatten sich 1975 als Mitglieder von <i>CACHE</i>, einem lokalen <a href="Anwendergruppe" title="Anwendergruppe">Computerclub</a> in Chicago, kennengelernt. Wie damals üblich nutzten sie <a href="Kompaktkassette#Kompaktkassetten_zur_digitalen_Datenspeicherung" title="Kompaktkassette">Kompaktkassetten</a> zur Datenspeicherung. Eine Variante, die Daten darauf zu transferieren, war es, einen 300 <a href="Baud" title="Baud">Baud</a> <a href="Akustikkoppler" title="Akustikkoppler">Akustikkoppler</a> für die Audioübertragung zum Kassettenspieler zu nutzen. Hierzu schrieb Ward Christensen im Januar 1977 ein einfaches Programm, um die Daten von der <a href="Diskette" title="Diskette">Floppy</a> zur Kassette zu <i>piepsen</i>. Das Programm bildete Blöcke von 128 Byte und eine einfache <a href="Checksumme" class="mw-redirect" title="Checksumme">Prüfsumme</a>. Er veröffentlichte es unter dem Namen <i>MODEM.ASM</i>.
</p><p>Später schrieb Dave Jaffe ein Programm namens <i>BYE</i> um entfernte Nutzer auf ein <a href="CP/M" title="CP/M">CP/M</a>-System zugreifen zu lassen und es von dort bedienen zu können. Um dabei auch Dateien zwischen den Systemen übertragen zu können, wurde <i>MODEM</i> so angepasst, dass es keine Statusausgaben auf der <a href="Kommandozeileninterpreter" title="Kommandozeileninterpreter">Konsole</a> ausgab. Somit wurde für den Zeitraum des <a href="Download" title="Download">Down-</a> oder <a href="Upload" title="Upload">Uploads</a> die Telefonverbindung rein für die Dateiübertragung genutzt und nicht gleichzeitig mit den Konsolenausgaben von MODEM gestört. Diese kleine Änderung führte zum neuen Namen <i><a href="XModem" class="mw-redirect" title="XModem">XMODEM</a></i> und war der Startschuss für eines der damals wohl am weitesten portierten <a href="Kommunikationsprotokoll" title="Kommunikationsprotokoll">Dateiübertragungsprotokolle</a>, da es auf fast jede Hardware-Umgebung angepasst wurde und die systemübergreifende Übertragung von binären <a href="Computerdatei" class="mw-redirect" title="Computerdatei">Computerdateien</a> ermöglichte. Letzteres löste ein großes Problem, da die Systeme sonst keinen gemeinsamen Datenaustausch ermöglichten.<sup id="cite_ref-Birth_2-0" class="reference"><a href="#cite_note-Birth-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Erste_Modems_für_Bastler"><span id="Erste_Modems_f.C3.BCr_Bastler"></span>Erste Modems für Bastler</h3></div>
<p>Etwa zur gleichen Zeit, April 1977, taten sich Dale Heatherington und Dennis Hayes zusammen und brachten mit dem <i>DCHayes 80-103A</i> ein erstes 300-Baud-Modem für S-100-Systeme zum Preis von $299 auf den Markt. Es machte Modem-Technologie den Computerbastlern zugänglich und war der Urvater von <a href="Hayes_Microcomputer_Products" title="Hayes Microcomputer Products">Hayes Microcomputer Products</a>' <i>Smartmodem</i>, welches 1981 den Industriestandard für alle folgenden Modems setzen sollte. Bis dahin waren die Akustikkoppler verbreitet. Mussten hierbei die Anrufe noch manuell angenommen werden, ermöglichten erst die Modems automatisches Annehmen und so die Idee eines <i>computerized</i> BBS (Mailbox).
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Entstehung_der_CBBS">Entstehung der CBBS</h3></div>

<p>Im Januar 1978 wurde Chicago vom <i>Great <a href="Blizzard" title="Blizzard">Blizzard</a></i> getroffen, der Rekordmengen an Schnee im <a href="Mittlerer_Westen" title="Mittlerer Westen">Mittleren Westen</a> der USA abwarf. Unter denen, die vom Sturm betroffen waren, befanden sich auch Ward Christensen und Randy Suess. Der Erfolg von XMODEM ermutigte zu weiteren Experimenten. Sie waren von der Idee begeistert, einen computerbasierten Anrufbeantworter und ein Nachrichtenzentrum zu schaffen, die es den Mitgliedern ermöglichen würden, sich mit ihren neuen Modems anzumelden und Ankündigungen in Form von digitalen Texten für anstehende Treffen zu hinterlassen.
</p><p>Durch den Schneesturm hatten sie die für die Umsetzung eines solchen Projektes erforderliche Ruhe. Christensen arbeitete an der Software und Suess baute einen <a href="S-100-Bus" title="S-100-Bus">S-100-Computer</a> zusammen, um das Programm zu betreiben. Innerhalb von zwei Wochen hatten sie ein funktionierendes System; Anfang Februar begannen die entsprechenden Tests.
</p><p>Randy Suess stellte das System aus Einzelkomponenten selbst zusammen. Es bestand aus der S-100-Platine, die er selbst mit den Steckverbindern wie auch die Speicherkarte mit 8 Kilobyte RAM bestücken musste. Weiterhin verwendete er acht 1702 EEPROMS für das CP/M BIOS und ein 8-Zoll-Disketten-Laufwerk mit <a href="Netzspannung" title="Netzspannung">117 Volt</a> <a href="Versorgungsspannung" class="mw-redirect" title="Versorgungsspannung">Versorgungsspannung</a>. Da dessen Motor nicht für den Dauerbetrieb gemacht war, entwickelte er eine Schaltung, die das System erst mit dem Klingeln des Telefons anschaltete und nach dem Auflegen noch genug Zeit ließ, die letzten Schreiboperationen zu beenden, bevor der Strom wieder gekappt wurde. An die Floppy montierte er einen alten <a href="Messschreiber" title="Messschreiber">Temperaturschreiber</a>, der für zwei Tage je Karte ausgelegt war und die Spannungsversorgung notierte. Damit konnte er später auf dem aufgezeichneten Graph die Mailbox-Aktivität ablesen.
</p><p>Am 16. Februar 1978 nahmen sie die CBBS in Betrieb.<sup id="cite_ref-Birth_2-1" class="reference"><a href="#cite_note-Birth-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Christensen und Suess beschrieben ihre Innovation 1978 in dem Artikel <i>Hobbyist Computerized Bulletin Board</i> in der November-Ausgabe des <a href="Byte_(Zeitschrift)" title="Byte (Zeitschrift)">Byte Magazine</a>.<sup id="cite_ref-Byte78_3-0" class="reference"><a href="#cite_note-Byte78-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Da das Internet immer noch klein und für die meisten Computernutzer nicht verfügbar war, mussten Nutzer die CBBS direkt über ein Modem anwählen. Die Nutzer mussten abwechselnd auf das System zugreifen, weil die CBBS-Hardware und -Software für den größten Teil ihres Bestehens nur ein einziges Modem unterstützten. Beide beobachteten oft die Nutzer, während sie online waren, und kommentierten oder gingen in den Chat, wenn es gerechtfertigt war.<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Die_CBBS-Nachfolger">Die CBBS-Nachfolger</h3></div>
<p>Nach dem Start der <i>CBBS/Chicago</i> mit einem 173 Kilobyte Single-Density/Single-Side Laufwerk erweiterten sie es später um ein weiteres, dann wechselten sie auf Double-Density/Double-Sided Laufwerke und nach einem Jahr auf eine 10 Megabyte Seagate Festplatte. Später wurde die Hardware gegen einen PC-Clone mit V20-CPU ausgetauscht. Auf ihm lief eine leicht angepasste CP/M-Version auf Basis des 8080-Assembler für mehr als 15 Jahre. Sie inspirierte die Schaffung vieler anderer Mailboxen. Noch etwa zehn weitere Mailboxen wurden 1981 mit dieser Mailbox-Software betrieben.<sup id="cite_ref-Birth_2-2" class="reference"><a href="#cite_note-Birth-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Das Programm hatte viele Ideen, die sich bis heute in <a href="Onlineforum" class="mw-redirect" title="Onlineforum">Onlineforen</a> wiederfinden.
</p><p>Als Christensen und Suess getrennte Wege gingen, betrieb Ward Christensens <i>Ward’s Board</i> bis Anfang der 1990er Jahre.
</p><p>Randy Suess gründete 1982 mit <i>wlcrjs</i> die erste öffentlich zugängliche <a href="Unix" title="Unix">Unix</a>-Mailbox, welche via <a href="Unix_to_Unix_Copy" title="Unix to Unix Copy">UUCP</a> Nachrichten und Daten mit anderen Systemen austauschte und sich somit mit anderen Mailboxen vernetzte. Diese Systeme waren damit mittelbar ans Internet angeschlossen und wurden später teils zu <a href="Point_of_Presence" title="Point of Presence">Points of Presence</a> oder Websites. Sie wechselte 1984 ihren Namen in <i>Chinet</i>. Randy’s Hobby <i>Chinet</i> bot später seinen 600 Nutzern zwölf Einwahlleitungen. Mit der zunehmenden Einwahl ins Internet über ISPs wurde die direkte Modem-Einwahl unwichtig, und nach der Zerstörung der Hardware bei einem Brand 1996 existiert die CBBS heute nur noch als webbasiertes Forum auf der Suess-Website <i>chinet.com</i>.<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>In ihrem Artikel in der Byte malten sich Christensen und Suess bereits 1978 eine Zukunft von Mailboxen als „Nodes“ in einem automatisierten Nachrichten- und Programmeaustausch aus, wie sie mit dem FidoNet und UUCP 1984 Realität wurde.
</p><p>Am 16. Februar 2003 erklärte der Bürgermeister von Chicago, <a href="Richard_M._Daley" title="Richard M. Daley">Richard M. Daley</a>, zu Ehren der ersten Mailbox der Welt, die an diesem Tag vor 25 Jahren gegründet wurde, diesen Tag zum <i>BBS-Tag</i> <i>(Mailbox-Tag)</i>.<sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Ein Artikel mit einem Foto von Ward und der CBBS-Hardware erschien kurz darauf in der <a href="Chicago_Tribune" title="Chicago Tribune">Chicago Tribune</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Technisches_System">Technisches System</h2></div>

<p>Die <i>CBBS/Chicago</i> wurde mit der Zeit auf unterschiedlicher <a href="Hardware" title="Hardware">Hardware</a> betrieben. Das erste war ein <a href="S-100-Bus" title="S-100-Bus">S-100-Bus</a>-System (<a href="Altair_8800" title="Altair 8800">Altair 8800</a>) mit 8 Kilobyte (1k×1 Chips) RAM, acht 1702 <a href="EEPROM" class="mw-redirect" title="EEPROM">EEPROMs</a> für das CP/M-<a href="BIOS" title="BIOS">BIOS</a>, einer 8080 CPU und einer Hayes 300-Baud-Modem-Karte. Zur Speicherung der Daten wurde ein Single-Density/Single-Sided 8″-Floppy-Laufwerk mit 173 Kilobyte verwendet.
</p><p>Wie viele der damaligen Computer hatte auch die CBBS keinen Bildschirm. Die Ein- und Ausgabe erfolgte rein über Serielle Terminals. Ein Nutzer hatte häufig auch nur eine Terminal-Tastatur und möglicherweise einen Drucker für die Ausgabe der Kommunikation mit der CBBS.<sup id="cite_ref-BBSDocEP1_7-0" class="reference"><a href="#cite_note-BBSDocEP1-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Das_CBBS_Programm">Das CBBS Programm</h3></div>
<p>Das Programm bestand aus circa 8300 Zeilen <a href="Assemblersprache" title="Assemblersprache">Assembler</a>-Code. Es war für ein <a href="CP/M" title="CP/M">CP/M</a>-System mit <a href="8080" class="mw-redirect" title="8080">8080</a>- oder <a href="Z80" class="mw-redirect" title="Z80">Z80</a>-CPU geschrieben und benötigte eine S-100-Modem-Karte und ein bis zwei Laufwerke.<sup id="cite_ref-CBBS_1-1" class="reference"><a href="#cite_note-CBBS-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Zusätzlich zum Programm entstand auch ein angepasstes CP/M BIOS, das nach dem Systemstart unmittelbar die CBBS und nicht erst den Kommandozeileninterpreter von CP/M startete.<sup id="cite_ref-Byte78_3-1" class="reference"><a href="#cite_note-Byte78-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Hauptschleife">Hauptschleife</h4></div>
<p>Nachdem durch die <a href="Anrufsignalisierung" title="Anrufsignalisierung">Anrufsignalisierung</a> (Klingeln) der Telefonleitung der Rechner gestartet wurde, lud das modifizierte BIOS die Mailbox-Software. Damit war sichergestellt, dass das System grundsätzlich funktionierte, bevor es selbst
</p>
<ul><li>den Anruf annahm,</li>
<li>die Übertragungsrate (110 oder 300 Baud) bestimmte,</li>
<li>die Anfragen des Anrufers bediente</li>
<li>und schließlich auflegte.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Funktionen">Funktionen</h4></div>
<p>Während des Anrufs standen dem Nutzer folgende Funktionen zur Verfügung:
</p>
<ul><li>S: Anzeigen des Nachrichtenüberblicks</li>
<li>R: Anzeigen einer Nachricht</li>
<li>B: Anzeigen der Systemnachricht (Bulletin)</li>
<li>E: Schreiben einer neuen Nachricht</li>
<li>K: Löschen einer Nachricht</li>
<li>W: Anzeigen der Begrüßungsnachricht</li>
<li>H: Anzeigen des Hilfetexts</li>
<li>C: Wechsel zwischen Klein- und Großbuchstaben</li>
<li>D: Duplexmoduswechsel (Rücksendung der Eingabe)</li>
<li>N: Sende NUL-Zeichen (um einigen Terminals den Wagenrücklauf ohne Datenverlust zu ermöglichen)</li>
<li>P: An–/Abschalten des Glockensignals (Bell) bei jeder Eingabeaufforderung</li>
<li>X: Wechseln in den Expertenmodus, mit weniger Erklärungstexten</li>
<li>G: Beenden des Anrufs</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Datenspeicherung">Datenspeicherung</h4></div>
<p>Das Ziel war eine Speicherung von 200 bis 300 Nachrichten. Diese wurden zu maximal 10 Nachrichten pro Datei auf einer Diskette gespeichert, da CP/M die Anzahl der Dateien auf 64 und das Gesamtspeichervolumen einer Diskette auf 280 Kilobyte beschränkte. Aus der Nachrichtennummer leitete sich automatisch die Datei ab. Eine Nachricht bestand aus:
</p>
<ul><li>Nachrichtennummer</li>
<li>Anzahl der Zeilen</li>
<li>Datum</li>
<li>Absender / Autor</li>
<li>Empfänger</li>
<li>Titel</li>
<li>Passwort (ermöglichte die Löschung der Nachricht)</li>
<li>Nachrichtentext</li></ul>
<p>Weitere Dateien beinhalteten die Zusammenfassung („Summary“) von jeweils 100 Nachrichten und die Systemtexte und Dialoge („Question files“).
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Lizenz_und_Distribution">Lizenz und Distribution</h2></div>
<p>Die Software konnte für 50 US-Dollar bei Randy Suess bestellt werden. Sie wurde im Quellcode mit einer einfachen Nutzungslizenz verbreitet.
</p><p>Durch die Distribution der Software in Form von Assembler-Quellcode für CP/M war es üblich und notwendig, das System in Assembler für die Ziel-Hardware anzupassen. Dadurch stand es einer breiten Plattform von S-100-Systemen offen. So wurde es unter anderem auf 28k <a href="NorthStar_Horizon" title="NorthStar Horizon">NorthStar</a>, zwei-CPU NorthStar und <i>Thinker Toys</i> portiert.<sup id="cite_ref-CBBS_1-2" class="reference"><a href="#cite_note-CBBS-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Unter dem Namen MINICBBS verbreitete Keith Peterson eine etwas einfachere und assemblierte COM-Datei für CP/M, die allerdings eine „Lizenz“ von Suess voraussetzte. Es markiert einen ersten Bruch im Selbstverständnis der Generation von „Computer-Bastlern“, die es gewohnt waren, ein System komplett selbst zu bauen, und der folgenden Generation von frühen „Heimcomputer-Besitzern“ die sich als Mailbox-Betreiber dann fertiger Mailbox-Programme bedienten und sich häufig „<a href="Sysop" title="Sysop">SysOp</a>“ nannten.<sup id="cite_ref-BBSDocEP1_7-1" class="reference"><a href="#cite_note-BBSDocEP1-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-CBBS-1"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-CBBS_1-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-CBBS_1-1">b</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-CBBS_1-2">c</a></sup></span> <span class="reference-text"><span class="cite"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://software.bbsdocumentary.com/AAA/AAA/CBBS/"><i>CUSTOMIZED: S-100 KIT COMPUTER: CBBS.</i></a><span class="Abrufdatum"> Abgerufen am 18.&nbsp;Juli 2014</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&amp;rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3ACBBS&amp;rft.title=CUSTOMIZED%3A+S-100+KIT+COMPUTER%3A+CBBS&amp;rft.description=CUSTOMIZED%3A+S-100+KIT+COMPUTER%3A+CBBS&amp;rft.identifier=http%3A%2F%2Fsoftware.bbsdocumentary.com%2FAAA%2FAAA%2FCBBS%2F">&nbsp;</span></span>
</li>
<li id="cite_note-Birth-2"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-Birth_2-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Birth_2-1">b</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Birth_2-2">c</a></sup></span> <span class="reference-text"><span class="cite">Ward Christensen, Randy Suess: <a rel="nofollow" class="external text" href="http://chinet.com/html/cbbs.php"><i>The Birth of the BBS.</i></a> In: <i>Chinet.</i> 1989,<span class="Abrufdatum"> abgerufen am 18.&nbsp;Februar 2007</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&amp;rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3ACBBS&amp;rft.title=The+Birth+of+the+BBS&amp;rft.description=The+Birth+of+the+BBS&amp;rft.identifier=http%3A%2F%2Fchinet.com%2Fhtml%2Fcbbs.php&amp;rft.creator=Ward+Christensen%2C+Randy+Suess&amp;rft.date=1989">&nbsp;</span></span>
</li>
<li id="cite_note-Byte78-3"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-Byte78_3-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Byte78_3-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text">Ward Christensen, Randy Suess: <cite style="font-style:italic">Hobbyist Computerized Bulletin Board</cite>. In: <cite style="font-style:italic">Byte Magazine</cite>. <span style="white-space:nowrap">Band<span style="display:inline-block;width:.2em">&nbsp;</span>3</span>, <span style="white-space:nowrap">Nr.<span style="display:inline-block;width:.2em">&nbsp;</span>11</span>, November 1978, <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em">&nbsp;</span>150–157</span> (<a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.devili.iki.fi/library/issue/240.en.html">devili.iki.fi</a> <a rel="nofollow" class="external text" href="http://vintagecomputer.net/cisc367/byte%20nov%201978%20computerized%20BBS%20-%20ward%20christensen.pdf">Online</a> [abgerufen am 12.&nbsp;August 2021]).<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Ajournal&amp;rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:CBBS&amp;rft.atitle=Hobbyist+Computerized+Bulletin+Board&amp;rft.au=Ward+Christensen%2C+Randy+Suess&amp;rft.date=1978-11&amp;rft.genre=journal&amp;rft.issue=11&amp;rft.jtitle=Byte+Magazine&amp;rft.pages=150-157&amp;rft.volume=3" style="display:none">&nbsp;</span></span>
</li>
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</li>
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<li id="cite_note-BBSDocEP1-7"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-BBSDocEP1_7-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-BBSDocEP1_7-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text">Jason Scott: <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.archive.org/details/BBS.The.Documentary/"><i>BBS: The Documentary</i></a>. Der Film ist abrufbar im <a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a><span style="display:none">Vorlage:Internet Archive Film/Wartung/Wikidata-Kenner nicht gesetzt</span><span style="display:none">Vorlage:Internet Archive Film/Wartung/Wikidata-Bezeichnung vom gesetzten Namen verschieden</span>, 2005, Episode&nbsp;1</span>
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